Spiroergometrie einfach erklärt oder, wie ähnlich sind sich Menschen und Autos
Optimiere Deinen Verbrennungsmotor
Jeder weiß, dass Autos Motoren haben. Je nach Motorart kann man Diesel, Benzin oder
Super tanken. Der Motor wandelt die chemische Energie in mechanisch Energie um. Dadurch wird schließlich das Auto bewegt. Vor wenigen Jahren noch war der Dieselmotor (viel Kraft -wenig Verbrauch,
dafür geringe Beschleunigung und eher langsam) vorwiegend in LKW´s eingesetzt. Autos mit Benzinmotoren waren schon spritziger und schneller und Sportwagen
tankten Super, weil sie sehr gut beschleunigen und sehr schnell fahren sollen. Dafür ist der Sportwagenfahrer wegen des hohen Verbrauchs auch der beste
Freund des Tankwarts.
Allgemein bekannt ist auch, dass man über eine Analyse der Abgase eines Autos
ermitteln kann, wie effizient ein Motor arbeitet. Ein falsch eingestellter Motor kann 20 -30 % mehr Energie verbrauchen und dabei noch weniger Leistung abgeben.
Fassen wir noch mal Zusammen:
Verbrennungsmotoren
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Kraftstoff
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Diesel
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Benzinmotor
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Super
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Vorteil
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große Kraftentwicklung
geringer Energieverbrauch
für lange Strecken geeignet
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durchschnittliche Beschleunigung,
durchschnittlicher Verbrauch
und Geschwindigkeit
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große Beschleunigung
sehr schnell
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Nachteil
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geringe Beschleunigung
geringe Geschwindigkeit
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hoher Verbrauch,
geringere Reichweite
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Fazit
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DER
MARATHONLÄUFER
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DER
ALLROUNDER
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DER
SPRINTER
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Soweit unsere Kenntnisse zum Verbrennungsmotor.
Vergleicht man einen Menschen mit dem Motor, so muss man feststellen, er ist eine
Spitzenkonstruktion der Natur. Was dem Menschen bei der Konstruktion von Motoren nicht gelungen ist, alle Vorteile der drei beschriebenen Verbrennungsmotoren zu vereinen, ist der Natur mit der
Funktion des menschlichen Stoffwechsels gelungen. Der Mensch kann nicht nur unterschiedliche „Kraftstoffe“ tanken, er kann sogar parallel unterschiedliche „Kraftstoffsorten“ zur Energiegewinnung
nutzen. Die Energiegewinnung aus der Fettverbrennung würde dem Diesel, die Kohlenhydratverbrennung dem Benzin (beide aerob à mit Sauerstoff) und die
Kohlenhydratverstoffwechselung ohne Sauerstoff (anaerob) dem Super entsprechen. Jeder Mensch vereint also Veranlagungskomponenten eines Marathonläufers,
eines Allrounders und eines Sprinters in sich. Warum kann nun aber nicht jeder einen Marathon unter 2:30 h oder 100 m in weniger als 10 Sekunden laufen? Jeder Mensch bekommt sozusagen seine
persönliche maximale „Motorleistung“ mit der Genetik in die Wiege gelegt. Der eine wird auf Grund seiner gesamten genetischen Voraussetzungen (Stoffwechsel, Muskulatur, Körpergeometrie,..) eher zum
Marathonläufer, der andere zum Sprinter und ein dritter Allrounder tendieren. Das heißt, jeder kann sein persönliches Optimum im Rahmen seiner genetischen Grenzen ausreizen und seinen ganz
individuellen „Motor“ (Stoffwechsel) trainieren. Das setzt voraus, dass ich meinen „Motor“ kenne und den „Kraftstoff-MIX“ (Ernährung) tanke, welcher ihm gut tut. Damit ein „Motor“ effektiv läuft,
muss ich ihn fahren (trainieren). Jeder menschliche Stoffwechsel „Motor“ ist einmalig. Was für den einen gilt, muss nicht zwangsläufig für den anderen gut
sein. Benutze ich den Motor kaum, fordere ihn nicht, versorge ihn mit falschem Kraftstoff (individuell falsche Ernährung), geht er langsam kaputt. Nach Jahren mangelnder Bewegung falscher Ernährung
stellen sich unsere Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht,…) ein.
Woher weiß ich aber, ob mein Motor richtig funktioniert? Beim Auto kann man über den
Abgastest genau das Verbrennungsverhalten des Motors analysieren und den Motor auf Grundlage dieser Daten so einstellen, dass er im Rahmen seine Möglichkeiten optimal funktioniert. Nichts anderes
passiert bei der Spiroergometrie. Die Abgase unseres Stoffwechsels (die Atemluft) werden analysiert und liefern uns unsere ganz persönlichen Daten über unseren Stoffwechsel. Ich erfahre, in welchen
Pulsbereichen mein Stoffwechsel die Energie aus Fetten oder/und Kohlenhydraten gewinnt, aufs Auto bezogen, in welchen Drehzahlbereichen mein Motor Diesel, Benzin oder Super verbraucht. Nur wenn man
diese ganz individuellen Größen kennt, kann man sein Training und seine Ernährung so verändern, dass der persönliche Erfolg kein Traumziel bleibt.
Stefan Westhause ©